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sozialen Themen

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Letzte Aktualisierung:
20.01.2011

Liebe chronische Patientinnen,
liebe chronische Patienten,

haben Sie Ärger mit den Leistungen Ihrer Krankenkasse (gesetzliche Krankenversicherung GKV oder private Krankenversicherung PKV)? Sollen Sie Leistungen bezahlen, die Ihrer Meinung nach Sache der Krankenkasse sind? Haben Sie Ärger mit Sozialbehörden? Haben Sie Angst, durch Ihre Krankheiten an den Rand des sozialen Abgrunds zu geraten? Brauchen Sie Argumente für einen Versicherungsvergleich? Dann finden Sie auf dieser Seite Erlebnisse von Leidensgenossen. Wahrscheinlich erhalten Sie auch Tipps und Anregungen, wie Sie damit zu Ihrem Vorteil umgehen können. Interessiert? Dann lesen Sie weiter.

Obwohl sich die Ärztinnen , Ärzte und das Pflegepersonal oft sehr große Mühen geben, das Los von uns chronischen Patienten/innen einigermaßen erträglich zu gestalten, gibt es immer wieder Ereignisse, die die schon angeschlagene Psyche derart Erkrankter noch weiter beeinträchtigen. Dies sind oft Begebenheiten, die in den gesetzlichen Regelungen oder in den Verwaltungsvorschriften der zuständigen Institutionen und deren Auslegung durch die zuständigen Sachbearbeiter/innen (also in der inzwischen sehr umfangreich gewordenen Bürokratie) begründet liegen. Wenn die chronischen Patienten/innen dann niemanden haben, der sich für sie einsetzt oder um sie kümmert (was bei den heute weit verbreiteten Single-Haushalten gar nicht einmal so selten ist), dann ist der soziale Abstieg der Betroffenen oder der Weg in die Armut häufig vorprogrammiert, besonders in einer Zeit, in der bei vielen Menschen trotz Vollzeitbeschäftigung schon das normale Einkommen nicht mehr für ein als üblich betrachtetes gesellschaftliches Leben ausreicht.

Als chronisch Kranke/r ist man oft auch nicht mehr so leistungsfähig, um im Erwerbsleben mit Gesunden konkurrieren zu können. Man muß dann mit einem verminderten Einkommen oder Krankengeld, Arbeitslosengeld oder Erwerbsminderungsrente leben, sofern man alle vor eine solche Einkommensquelle gesetzten bürokratischen Hindernisse hat nehmen können. Wenn nicht, bleibt einem nur noch die Sozialhilfe. Das bedeutet häufig den Verlust der vertrauten Umgebung, den Verlust liebgewonnener Dinge und zum Übel der Krankheit noch den gesellschaftlichen und finanziellen Absturz. Wenn man zeitweise von den genannten Bezugsquellen keine Bezüge mehr erhält, und sei es auch nur aus verwaltungstechnischen Gründen, dann kann es sogar passieren, dass man in dieser Zeit auch nicht mehr krankenversichert ist. Für chronisch Kranke bei ihrem ständigen Medikamenten- und Behandlungsbedarf eine fürchterliche Vorstellung.

Wenn man dann die Forderungen der verschiedenen medizinischen Dienstleister nicht mehr bedienen kann oder man mit der entsprechenden Bürokratie oder Rechtssprechung nicht mehr zurecht kommt, drohen teure Mahnverfahren, Gerichtsvollzieher, Inkassobüros und vielleicht sogar ein Absinken in die Vermögenskriminalität.

Diese Seite soll nun aus der Sicht eines Patienten auf Begebenheiten eingehen, mit denen so manche/r chronisch Kranke zu kämpfen hat. Es geht nicht darum, was Juristen unter Recht und Ordnung im heutigen Gesundheitswesen verstehen, sondern darum, wie die Patienten/innen den Umgang mit ihnen in diesem Gesundheitssystem empfinden. Ich möchte weiterhin all jenen, die mutig genug sind, die Möglichkeit bieten, ihre Erlebnisse in anonymisierter Form wiederzugeben.

Vielleicht kann so manche/r chronisch Kranke aus dieser Internetseite einen Nutzen für sein Verhalten ziehen. Vielleicht nützt sie auch so manchem und so mancher noch Gesunden mit der Erkenntnis: In unserer derzeitigen Gesellschaft sollte man sich rechtzeitig gegen alles, was einem beim Altwerden alles passieren könnte, versichern. Besonders vor dem sozialen Abstieg sind die bedroht, die mit dubiosen Arbeitsverträgen keine ausreichende soziale Absicherung eingegangen sind. Solange man gesund ist, mag das von Vorteil erscheinen. Als chronisch Kranke/r kann das aber schwerwiegende soziale Folgen haben. Und eine Rechtsschutzversicherung ist auch dringend zu empfehlen, da man als chronisch Kranke/r so ohne Weiteres längst nicht alles das bekommt, was einem nach dem Gesetz eigentlich zusteht.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie auch stets über das für diese Versicherungen notwendige Einkommen verfügen und dass Sie diese Dinge in jungen Jahren nicht wie ich irgendwie verdrängen. Heute bereue ich es, dass ich damals den Worten so mancher Politiker vertraut habe, die meinten, unser soziales System sei gesichert. Als ich es noch konnte, hätte ich einfach besser vorsorgen sollen. Doch so mancher, der vermeintlich "vorgesorgt" hatte, hat jetzt auch nichts mehr von seinen Vorsorgemaßnahmen. In unserer geschäftlich globalisierten Welt ist es für den in diesen Dingen Unkundigen nicht so einfach, sich zurechtzufinden und auch Vorsorgemaßnahmen zu treffen, die nach Jahrzenten noch Bestand haben.

Wer an Tipps und Hinweisen zu rechtlichen Regelungen im Gesundheitswesen wie z.B. Krankentransportkosten, Erwerbsminderungsrente und Zuzahlungen zu den Kassenleistungen interessiert ist, den möchte ich auf die Seiten Patientenrechte, Literatur und Weiterführende Links hinweisen.

Wie Sie sehen, geht es mir auf dieser Internetseite nicht nur um das rein Medizinisch-Technische sondern auch um das soziale Umfeld der Betroffenen. Wenn jemand, der sich bisher um diese Dinge noch keine Gedanken gemacht hat, nach dem Besuch meiner Internetseite im Bezug auf die sozialen und psychischen Folgen chronischer Erkrankungen nachdenklich wird und wenn Mediziner/innen oder Medizinstudent/innen hier einmal hereinschauen und derartige Probleme ihrer Patienten/innen mit berücksichtigen, dann will ich schon zufrieden sein.

Ihr chronisch kranker Patient Hartmut Schmitt

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